Die dritte Verhandlungsrunde für die Beschäftigten im baden-württembergischen Einzelhandel ist am heutigen Mittwoch nach rund zwölfstündigen Gesprächen ohne Abschluss beendet worden. Ein weiterer Verhandlungstermin wurde zunächst nicht vereinbart.
Die Arbeitgeberseite legte dabei zunächst ein verbessertes, zweites Tarifangebot vor.
Das Angebot umfasst tabellenwirksame Entgeltsteigerungen in zwei Stufen von insgesamt 4,4 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Vorgesehen sind eine Erhöhung der Tarifentgelte um 2,4 Prozent ab dem 1. Oktober 2026 sowie eine weitere Steigerung um 2,0 Prozent ab dem 1. Juli 2027.
Die Gespräche verliefen über viele Stunden intensiv und konstruktiv. Es wurde eine von den Verhandelnden vor Ort akzeptierte Lösung entwickelt. „Unsere Tarifkommission hat die Verhandlungen mit großem Engagement, Kreativität und Kompromissbereitschaft geführt. Auf beiden Seiten des Verhandlungstisches war der Wille erkennbar, zu einem Abschluss zu kommen, erklärt Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg.
Der in den Gesprächen erarbeitete Kompromiss konnte jedoch aufgrund einer unverständlichen Intervention von Verdi-Seite auf Bundesebene am Ende doch nicht abgeschlossen werden. „Das ist bedauerlich, denn wir waren nach vielen Stunden intensiver Verhandlungen zu einem tragfähigen Kompromiss gelangt. Wenn ein vor Ort hart ausverhandeltes Ergebnis durch zentrale Gewerkschafts-intervention verhindert werden kann, konterkariert das die lokalen Verhandlungsstrukturen fundamental“, so Dr. Philip Merten, Verhandlungsführer des Handelsverbandes Baden-Württemberg.
Vor diesem Hintergrund wurde zunächst kein weiterer Verhandlungstermin vereinbart.
Info für die Medien: Nach Verhandlungsschluss stehen Ihnen der Vorsitzende der Tarifkommission, Dr. Philip Merten, Telefon 0151 55121940 sowie die Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands, Sabine Hagmann, Telefon 0163 7486420, für Auskünfte und O-Töne zur Verfügung.