„Es ist ein wichtiges Signal, dass über Fraktionsgrenzen hinweg Einigkeit darüber besteht, dass Wirtschaft und Arbeitsplätze jetzt dringend unterstützt werden müssen“, erklärt Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg. „Diese gemeinsame Haltung begrüßen wir ausdrücklich. Jetzt kommt es aber darauf an, dass daraus schnell konkrete und spürbare Entlastungen für Unternehmen entstehen.“
Besonders beim Bürokratieabbau erwartet der Handel nun zügige Fortschritte und praxisnahe Lösungen. Viele Unternehmen stehen weiterhin unter erheblichem wirtschaftlichem Druck und benötigen verlässliche Rahmenbedingungen sowie schnelle Unterstützung.
Aus Sicht des Handels fehlen bislang jedoch noch wichtige Impulse, um die Attraktivität der Innenstädte langfristig zu sichern. Der Handelsverband Baden-Württemberg fordert deshalb zusätzliche Investitionshilfen für den stationären Handel sowie eine Öffnung bestehender Förderprogramme des Landes für Handel und Innenstädte.
„Unsere Innenstädte sind die Lebensadern unserer Gesellschaft – und sie brauchen jetzt gezielte finanzielle Unterstützung“, so Hagmann. „Dazu gehören Investitionshilfen ebenso wie pragmatische Erleichterungen für den Handel.“
Ein wirkungsvoller und zugleich kostenneutraler Schritt wäre aus Sicht des Handelsverbands die Anpassung der Regelungen zu verkaufsoffenen Sonntagen an den Bundesschnitt. Künftig sollen vier statt bisher drei verkaufsoffene Sonntage pro Jahr möglich sein und die zulässige Öffnungsdauer von fünf auf sechs Stunden erhöht werden. Zudem muss der bürokratische Aufwand bei etablierten Veranstaltungen durch vereinfachte Genehmigungsverfahren deutlich reduziert werden.
Der Handel in Baden-Württemberg erwartet nun, dass der angekündigte Bürokratieabbau rasch umgesetzt wird. „Die Einigkeit im Landtag ist eine gute Grundlage – jetzt müssen schnell sichtbare Ergebnisse folgen, die Wirtschaft und Handel wirksam entlasten“, betont Hagmann abschließend.
22.05.2026
Jetzt braucht Baden-Württemberg schnelle Entlastungen für Wirtschaft und Handel
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