Der Handel erwartet nun, dass die im Wahlkampf gemachten Zusagen nun auch tatsächlich umgesetzt werden. Baden-Württemberg steht vor großen Aufgaben: Der stationäre Einzelhandel befindet sich weiterhin in einem tiefgreifenden Strukturwandel, Innenstädte kämpfen mit Leerständen und steigende Kosten belasten viele Betriebe. Umso wichtiger ist es, dass die politischen Kräfte jetzt Verantwortung übernehmen und die wirtschaftliche Zukunft des Landes in den Mittelpunkt stellen.
„Die Wahl ist vorbei, jetzt geht es darum, schnell zu Ergebnissen zu kommen. Baden-Württemberg braucht rasch eine stabile Regierung, die sich auf die zentralen wirtschaftlichen Themen konzentriert. Parteipolitische Spielchen dürfen jetzt keine Rolle mehr spielen. Genau so, wie es die Spitzenkandidaten im Wahlkampf immer wieder betont haben: Erst das Land, dann die Partei“, erklärt Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg.
Aus Sicht des Handels müssen dabei insbesondere die Innenstädte gestärkt und die Rahmenbedingungen für den Einzelhandel verbessert werden. Dazu gehört unter anderem ein Investitionsfonds für Innenstädte, der gezielt Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung unterstützt. Ebenso wichtig ist eine Ausweitung der Anzahl und der Dauer von verkaufsoffenen Sonntagen, um den stationären Handel im Wettbewerb zu stärken.
Auch beim Thema Sicherheit sieht der Verband Handlungsbedarf. Ladendiebstahl hat in vielen Städten deutlich zugenommen und stellt für zahlreiche Händlerinnen und Händler ein wachsendes Problem dar. Deshalb braucht es aus Sicht des Handelsverbands bessere rechtliche Möglichkeiten beim Einsatz von Videoüberwachung zur Prävention und Aufklärung von Straftaten.
Darüber hinaus spricht sich der Verband für ein eigenes Landesversammlungsgesetz aus, das klare und verlässliche Rahmenbedingungen für Versammlungen schafft. Gleichzeitig erwartet der Handel, dass die Politik das vielfach angekündigte Ziel eines echten Bürokratieabbaus nun entschlossen angeht.
„Bürokratie ist für viele Handelsunternehmen längst zu einer erheblichen Belastung geworden. Wenn im Wahlkampf von Bürokratieabbau gesprochen wird, dann muss jetzt auch geliefert werden. Regelungen müssen auf das absolut notwendige Maß reduziert werden, damit sich Unternehmerinnen und Unternehmer wieder stärker auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können“, so Hagmann weiter.
Der Handelsverband Baden-Württemberg erwartet, dass die Regierungsbildung nun zügig vorangetrieben wird und die wirtschaftspolitischen Herausforderungen des Landes schnell und entschlossen angegangen werden. Der Einzelhandel und die Innenstädte des Landes brauchen jetzt klare Signale und verlässliche Rahmenbedingungen für die Zukunft.
11.03.2026
Landtagswahl 2026: Jetzt Verantwortung übernehmen und wirtschaftliche Stärke sichern
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