22.12.2025

Viertes Adventswochenende enttäuscht den Einzelhandel – Hoffnung ruht auf den letzten Tagen vor Heiligabend

Das vierte Adventswochenende hat dem baden-württembergischen Einzelhandel nicht den erhofften Endspurt beschert. Eine aktuelle Händlerumfrage des Handelsverbands Baden-Württemberg unter knapp 190 Händlerinnen und Händlern zeigt, dass sich die bereits seit Wochen spürbare Kaufzurückhaltung der Kundinnen und Kunden auch kurz vor Weihnachten fortgesetzt hat. Trotz der zentralen Bedeutung dieses Wochenendes für das Weihnachtsgeschäft blieben Frequenz und Umsätze insgesamt enttäuschend. Der vierte Adventssamstag wird von den befragten Händlerinnen und Händlern überwiegend kritisch bewertet. Die Kundenfrequenz erhält im Durchschnitt die Schulnote 4,3, der Umsatz wird mit einer 4,4 sogar noch etwas schlechter eingeschätzt. Ein Blick auf den Vergleich zum dritten Adventssamstag zeigt, dass die erhoffte Belebung ausgeblieben ist. Eine klare Mehrheit der Händlerinnen und Händler berichtet von gleichbleibenden oder sogar niedrigeren Umsätzen, nur eine Minderheit konnte ein besseres Geschäft verzeichnen. Damit bestätigt sich, dass das vierte Adventswochenende in diesem Jahr nicht die sonst übliche Sogwirkung entfaltet hat.

Noch deutlicher fällt der Vergleich zum Vorjahr aus. Mehr als die Hälfte der Befragten bewertet den Umsatz am vierten Adventssamstag 2025 als schlechter oder deutlich schlechter als im Vorjahr. Nur ein sehr kleiner Teil der Händlerinnen und Händler konnte höhere Umsätze erzielen. Das traditionell starke Adventsfinale bleibt damit deutlich hinter dem Niveau früherer Jahre zurück.
Entsprechend kritisch wird auch der bisherige Verlauf des Weihnachtsgeschäfts insgesamt eingeschätzt. Dieser erhält im Durchschnitt die Schulnote 4,5 und liegt damit klar im negativen Bereich. Viele Betriebe stellen fest, dass ein erheblicher Teil der erhofften Umsätze bislang noch nicht realisiert werden konnte. Die ausgeprägte Zurückhaltung der Kundinnen und Kunden prägt weiterhin das Bild in den Geschäften und bestätigt einen Trend, der sich bereits über das gesamte Jahr hinweg gezeigt hat. Trotz der spürbaren Enttäuschung richtet sich der Blick des Handels weiterhin nach vorn. Die letzten Tage vor Heiligabend gelten traditionell als wichtige Phase, in der viele Menschen ihre Weihnachtseinkäufe gezielt abschließen. Auch die Zeit zwischen den Jahren ist von großer Bedeutung für den Handel, da hier Geldgeschenke ausgegeben werden. „Das vierte Adventswochenende hat leider nicht den Aufschwung gebracht, den wir aus vielen früheren Jahren kennen“, erklärt Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg. „Dennoch wissen wir, dass noch zahlreiche Geschenke fehlen. Die kommenden Tage bleiben daher entscheidend.“ Der stationäre Handel ist auf den Endspurt vorbereitet und bietet volle Sortimente, persönliche Beratung und sofort verfügbare Ware. Aus Sicht des Handels besteht weiterhin die Hoffnung, dass viele Kundinnen und Kunden die verbleibende Zeit nutzen, um ihre Einkäufe bewusst in den Innenstädten zu erledigen. „Die Kaufzurückhaltung ist deutlich spürbar, aber Weihnachten steht unmittelbar bevor“, so Hagmann. „Wir laden alle ein, die letzten Tage vor dem Fest für einen Besuch vor Ort zu nutzen und die noch fehlenden Geschenke im stationären Einzelhandel einzukaufen. Wer jetzt im stationären Handel einkauft, nimmt seine Geschenke direkt mit nach Hause und kann sicher sein, dass sie rechtzeitig unter dem Weihnachtsbaum liegen.“

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Michael Heinle
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